Anlässlich der Krönungserneuerung
unserer MTA zum goldenen Jubiläum

am 1. Mai 2021 veröffentlichen wir
zur Vorbereitung auf dieses besondere
Ereignis
monatlich einen neuen Impuls,
in dem verschiedene Gliederungen von
ihren Erfahrungen mit der Krönung der
Gottesmutter berichten.

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"Krönung aktuell - heute - zeitgemäß"

Freuen Sie sich auf folgenden Beitrag von Schw. Mirjanna Greinacher. Sie hat einen inspirierenden, inhaltlich reichen und vielseitigen Artikel zum Thema "Krönung" verfasst. Ihr Beitrag will zum einen auf das bevorstehende Krönungsjubiläum hinweisen, aber auch auf den Kairos der Krönung aufmerksam machen und lädt ein, sich darauf vorzubereiten. Sie lädt zudem dazu ein, gerne auch mit eigenen Beiträgen und Rückmeldungen selbst aktiv zu werden.

Schw. Mirjanna möchte uns "wecken", uns auf diesen besonderen Tag am 1. Mai 2021 hinweisen: "Das Jubiläum ist ein "Kairos" - ein Augenblick, eine Stunde, ein Tag in der Geschichte, den man nicht verpassen, nicht versäumen sollte." Eine besondere Gnade werde uns an solchen Tagen zudem zuteil, denn laut Pater Josef Kentenich seien solche Tage nicht nur Erinnerungstage, sondern auch Gnadentage.

Schw. Mirjanna stellt das goldende Jubiläum aus gegebenen aktuellen Anlass natürlich auch in den Kontext der Corona-Pandemie. Sie reflektiert zudem die Bedeutung des Krönungsjubiläums im Bezug auf die heutige moderne Lebenswelt der Menschen und gibt den Leserinnen und Lesern Impuls-Fragen, die zum Nachdenken anregen sollen, mit auf den Weg.

Klicken Sie einfach auf folgenden Link, um zu Schw. Mirjannas Bericht zu gelangen.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

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April 2021: Impuls von unseren Schönstätter Marienschwestern

von Schw. M. Dietlinde Rathgeb

Eine nicht zu übersehende Originalität unseres Parallele-Heiligtums:

Hier ist die MTA mit einer dreifachen Krone gekrönt

Besucher unseres Heiligtums fragen interessiert, was die drei Kronen bedeuten.

Die Schönstattfamilie der Diözese Eichstätt hat das Heiligtum 1968 gebaut. Aus Bayern stammende Schwestern wollten ihre Verbundenheit mit dem Parallele-Heiligtum zum Ausdruck bringen, indem sie die Krone für das Heiligtum schenkten und zwar in der Form wie die Krone im Urheiligtum in Schönstatt.

Schwester M. Rosilde, eine geborene Ingolstädterin, schreibt in einem Bericht:
Im Juli 1968 durfte ich während meiner Heimatferien die Grundsteinlegung und einen Teil der Bauzeit des Parallele-Heiligtums miterleben. Der Gründergeist und die Einsatzbereitschaft der Schönstattfamilie meiner Heimat beeindruckten mich sehr stark. Nach der Rückkehr aus meinen Ferien kam mir der Gedanke: Wäre es nicht möglich, dass wir bayerischen Marienschwestern die Krone fürs Parallele-Heiligtum schenken und erarbeiten dürften?“

Herr Direktor Maurer freute sich über das Geschenk der Krone durch die bayerischen Marienschwestern und war sicher, dass sich die Schönstattfamilie der Diözese Eichstätt zu gegebener Zeit gerne in die Krönung einschalten würde.

Die beiden anderen Kronen stammen vom Gnadenbild der Dreimal Wunderbaren Mutter im Münster zu Ingolstadt. Aus kunsthistorischen Gründen waren sie vom Gnadenbild abgenommen worden und lagen im Münsterschatz. Herr Direktor Maurer, erbat sich vom Münsterpfarrer die beiden Kronen. Er dachte zunächst an einen Kronentausch, d. h. das Gnadenbild in Ingolstadt sollte die Schönstatt-Krone erhalten und im Heiligtum würde dann mit den zwei Münsterkronen gekrönt. Doch diese Idee fand keine allgemeine Zustimmung.

So wurde am 1. Mai 1971 das Gnadenbild der Dreimal Wunderbaren Mutter, Königin und Siegerin von Schönstatt im Parallele-Heiligtum von Vertretern aus allen bayerischen Diözesen mit einer dreifachen Krone gekrönt.

Um den gesamten Impuls (mit Fotos) zu öffnen, hier bitte klicken:

Impuls Krönung April 2021


März 2021: Impuls von unseren Schönstattpriestern

von Pfarrer Reinhard Förster

 

Die Geschichte der Krönung selbst weiterschreiben

Vor 50 Jahren wurde die Krönung von den bayrischen Schönstättern vollzogen. Die Priester waren bei der Krönung vor 50 Jahren aktiv beteiligt. Nur bei uns im Heiligtum gibt es drei Kronen. Zwei davon stammen vom Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter im Ingolstädter Münster. Diese Geschichte gilt es heute weiter zu schreiben.

Vor der Krönungsfeier am 1. Mai traf sich die Schönstattfamilie in Dachau. Es war der 6. April, an dem Tag an dem Josef Kentenich 1945 aus dem KZ entlassen wurde. Es war auch ein 6. April an dem der Titel „Dreimal Wunderbare Mutter“ durch Pater Jakob Rem vor über 400 Jahren entstand.

Im Heiligtum sind drei Kronen angebracht. Eine Krone wurde für diese Feier vorbereitet und über dem Bild im Heiligtum angebracht. Die weiteren zwei Kronen sind Leihgaben des Münsters. In Rom wurde das Bild in Maria Maggiore gekrönt wurde. So wurde auch am Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter im Münster eine Krone für das Jesuskind und für eine für die Gottesmutter angebracht. Bei einer Restaurierung des Bildes wurden sie wieder abgenommen, weil sie dem Bild schaden. Was sollte man mit diesen Kronen machen – in einen Tresor legen oder in eine Ausstellung? Sie wurden der Gottesmutter und dem Jesuskind geschenkt. Otto Maurer war damals Kaplan am Münster und hat nachgefragt, ob er diese Kronen als Leihgabe für das Schönstatt-Heiligtum am Canisiushof bekommen könnte. Der Pfarrer hat ihm gesagt: Wenn du die Fastenpredigten hälst, kannst du sie haben. Also hat er die Kronen für das Parallele-Heiligtum erpredigt. So kamen diese drei Kronen über dem Bild und über dem Altar.

Am Tag der Krönung, dem 1. Mai, war Otto Mauer krank, so musste ihn Franz Schmid vertreten. Bei der Krönung waren die Vertreter der verschieden bayrischen Schönstatt-Familien anwesend und haben je ein eigenes Weihegebet gesprochen. Damals gab es auch den Gedanken, dass unser Heiligtum das bayrische Landesheiligtum ist. Der Canisiushof war ja bayrischer Landesobstgarten. Es wurden hier viele Kurse zur Obstbaumpflege für ganz Bayern angeboten.

In der Geschichte Schönstatt kam es immer wieder zu einer Krönung, weil man besondere Liebesansprüche an die Gottesmutter gestellt hat. In Bayern hat Pater Kentenich und die Priester im Konzentrationslager Dachau 1942 die Gottesmutter zur Brotmutter gekrönt. Es war ein harter Sommer und im Lager gab es nur sehr wenig zu essen. Die Gefangenen sind abgemagert und hungerten. Kurz nach der Krönung wurde das Verbot Pakete zu empfangen aufgehoben. Pater Kentenich war einer der Ersten, die ein Packet bekamen. So kamen Lebensmittel ins Lager. Viele wurden dadurch vor dem Hungertod bewahrt.

Aus der Not und dem äußerem Druck haben sie die Gottesmutter zur Königin erwählt. Mit der Krönung brachten sie ihre besonderen Liebesansprüche zum Ausdruck. Sie soll sich nun um ihr Leben kümmern. Sie selbst waren überfordert, so trugen sie die Bitte der Gottesmutter vor. Als äußeres Zeichen gaben sie ihr die Krone. Eine Königin hat für die ihr Anvertrauten zu sorgen! Gleichzeitig war es ein Ausdruck des größeren Vertrauen. Der Gottesmutter wird schon was einfallen, dass ihre Not lindert. So brachten sie ihr großes Vertrauen und ihre Opferbereitschaft für die Gottesmutter zum Ausdruck. Sie setzten sich noch mehr für die Sacher der Gottesmutter ein. In Schönstatt drücken wir das mit dem „Gnadenkapital“ aus. So wurde das Liebesbündnis in diesen Zeiten besonders intensiv gelebt und erlebt.

Letztes Jahr als keine öffentlichen Gottesdienste erlaubt waren, hat der ernannte Bischof von Augsburg seine Diözese der Gottesmutter geweiht. Für mich war dies der Impuls am 6. April die Pfarrei der Gottesmutter zu weihen. Ich habe ein Weihegebet formuliert und die Pfarrangehörigen eingeladen, diese Weihe an die Gottesmutter auch zu vollziehen. Wir beten das kleine Weihegebet am Ende jedes Gottesdienstes. Die Gottesmutter soll sorgen, dass unsere Alten, die Einsamen und die Familien gut durch diese Zeit kommen.

Was mit der Corona-Pandemie einhergeht oder sich noch entwickelt ist heute eine große Herausforderung an uns. Es ist ungewiss, wie es weitergeht. Das wäre ein Anlass der Gottesmutter heute erneut die Krone zu schenken. Wenn wir sie erneut als Königin erwählen, heißt das auch, dass wir ihr unser Vertrauen und unsere Verehrung schenken. Krönung ist eine Erneuerung und Vertiefung des Liebesbündnisses. Nicht nur wie formulieren unsere Liebesansprüche in unserer Krise. Auch die Königin darf ihre Liebesansprüche an uns anmelden.

Am 1. Mai soll nicht nur an die Krönung vor 50 Jahren gedacht werden. Sie soll neu vollzogen werden. Es liegt an jedem von uns, ob die Geschichte der Krönung weitergeschrieben wird. Im Blick auf die Vergangenheit werden wir an vieles Dinge erinnert. Ob diese Geschichte lebendig weiter geht, hängt an uns. Die Krönung muss heute aktuell werden. Dazu gehören unsere heutigen Sorgen und Nöte. Wenn wir unsere Bitten formulieren, gilt es im Liebesbündnis unsere Hingabe und Vertrauen zu vertiefen. „Nichts ohne Dich – Nichts ohne uns!“ Unser ganzer Einsatz für die Sache der Gottesmutter!

Wir können die Geschichte selbst weiterschreiben: Erwählen wir die Gottesmutter neu zu unserer Königin unserer Nöte und schenken ihr unser besonderes Vertrauen!


Februar 2021: Impuls von unserer Schönstatt Mannesjugend (SMJ)
Von Luca Riedl


Wir in der Schönstatt Mannesjugend verstehen uns gerne als Schatzgräber und Suchende. Das Leben eines jungen Mannes hat viel von einem Abenteuer. Wir sind neugierig und wissbegierig – wir suchen also. Doch was wollen wir finden? Materielles? Einen Edelstein? Das wäre doch schon mal ein Anfang!
In unseren Schönstatt Logo hat das Heiligtum in der Mitte die Farbe Blau. Dieses Blau ist etwas ganz Besonderes. Dieser Farbton wird aus einem speziellen Stein gemischt. Nämlich aus einem Lapislazuli. Dieser Edelstein war mehr wert als Gold. Doch noch kostbarer sind seine Bedeutungen. Er gilt als Stein der Weisheit und der Schönheit. Zwei Bedeutungen die wir jungen Männer auf den Grund gehen wollen.
Nicht ohne Grund wurde dieser blaue Farbton für das Heiligtum im Logo gewählt. Hinter diesem Blau versteckt sich etwas Majestätisches.
Die Farbe ist ein Symbol für die Gottesmutter Maria. Blau steht gleichermaßen für den Traum nach Freiheit, unendlichen Weiten aber auch für Introvertiertheit und den Rückzug in sich selbst. Blau steht für Sanftmut. Gleichzeitig repräsentiert Blau auch eine klare Besonnenheit, Objektivität, Neutralität und Klarheit – das flößt Vertrauen ein und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit. Alles Werte die wir unserer Königin zuschreiben möchten und uns während wir die Krönung erneuern darauf besinnen.
Bei der Erneuerung unserer Krönung der Patrona Bavariae möchten wir weiterhin Suchende sein.
Wir möchten den Wert hinter allem was wir finden erkennen, auch wenn der wahre Wert oft verborgen ist wie bei einem Edelstein. Wir möchten wie du Weisheit und Schönheit erlangen. Wir möchten Suchende bleiben und alles was wir finden dir O dreimal wunderbare Mutter darbringen.
Wir möchten auch
Gemeinschaft finden und mit dir gemeinsam eine neue Stadt gründen. Jeder Kieselstein, den wir finden soll zu einem Edelstein an der Krone der Gottesmutter werden um diese noch heller strahlen zu lassen. Die Krone ist Zeichen unserer Ausstrahlung durch die Gottesmutter, sowie das Bindeglied, das uns alle zu einer starken Gemeinschaft werden lässt. In jedem von uns steckt ein Edelstein, der durch die Krone zum Leben erweckt wird.
Wir möchten das du Königin und Siegerin von unserer neuen Stadt bei jedem Schritt an unserer Seite bleibst – bewahre uns und beschütze uns.


 

Januar 2021: Impuls zur Krönungserneuerung von unserer Familienbewegung

Der folgende Beitrag von Elfriede und Hans-Joachim Etzold zeigt auf, dass unsere Familienbewegung vertraut ist mit Krönung und Krönungserneuerung. Die Familien haben die Gottesmutter zur Königin der Familien gekrönt. Was dies für sie bedeutet in Verbindung mit dem Jahresmotto, erklärt Familie Etzold:

Das WIR trägt! - Unser neues Leitmotto
in der Schönstatt-Familienbewegung

Das Miteinander der Familie trägt!

Das WIR mit Gott, mit der Gottesmutter im Liebesbündnis - erfahrbar im Ehesakrament und im Hausheiligtum - trägt!
Das WIR mit anderen - in der Pfarrgemeinde vor Ort, der Schönstattgruppe... - kann auch in Krisenzeiten tragen und weckt ungeahnte Kreativität.
Mit Freude bereiten wir uns auf die Krönungserneuerung  unserer "Königin der Familie" vor. Vertrauensvoll dürfen wir zur Gottesmutter kommen und sie bitten als mächtige Fürsprecherin, uns zu helfen, so wie sie uns biblisch überliefert ist.
Sie will nur unser Bestes!

  • Maria ist die Königin der Bescheidenheit, einer Bescheidenheit, die die Zurechtweisungen ihres Sohnes klaglos annimmt und in kindlichem Vertrauen sagt "was er euch sagt, das tut".
  • Die Gottesmutter Maria ist die Königin der Liebe, die die Planung für ihr ganzes eigenes Leben zurückstellt, um fremdem Leben zu dienen, einem Kind, das sie nicht geplant hatte: "es geschehe, wie du gesagt hast".
  • Maria ist die Königin der Hoffnung, einer Hoffnung, die selbst in der aussichtslosen Situation unter dem Kreuz nicht aufgibt und die letzten Worte Jesu als Aufgabe mitnimmt: "sieh deinen Sohn, sie deine Mutter".

Herr, Jesus Christus, du bist in unserer Mitte und verbindest uns im Sakrament der Ehe.
Liebe Gottesmutter, das Bündnis mit dir schenkt uns Zuversicht. Du trägst und führst uns durch diese Zeit. Das haben wir erfahren und darauf vertrauen wir. Wir wollen danken und dich bitten für das Wachsen udn Gedeihen der Familienbewegung in der Diözese Eichstätt mit Höhen und Tiefen. An dich wollen wir uns halten!

In unseren Hausheiligtümern können wir die großen Feste des Kirchenjahres feiern, als Familie via Fernseher oder Internet an einem Gottesdienst teilnehmen und gemeinsam auf dem Sofa mitsingen und mitbeten. Die konkrete Glaubens- und Gebetserfahrung zu Hause, die Erfahrung, dass Gott und die Gottesmutter "bei uns wohnen", gehört zu den Schätzen dieser ansonsten schwierigen Zeit.

Du unsere "Königin der Familie", dir legen wir unsere Sorge um unsere Kinder, unsere Enkel, um die alten Eltern, unseren Beruf, unsere Zukunft, al unsere persönlichen Anliegen und Nöte, unsere Ohnmacht ans Herz.
Unsere Hoffnungslosigkeit möge der Herr auf die Fürbittte unserer Königin in Hoffnung wandeln. Hilf uns, gerade jetzt vielen Menschen in unserer Umgebung, in unseren Pfarreien oder an unseren Arbeitsplätzen Zeichen der Ermutigung zu schenken.

"Die Familie ist Fundament und Krone der Gesellschaft!"
Pater Josef Kentenich


 

Dezember 2020: Impuls von unserer Mädchenjugend (MJF)

von Elisabeth Zißler

Mädchen und junge Frauen aus 32 Ländern hatten sich zur Jahrhundertwende
entschlossen, die Gottesmutter gemeinsam bei einem internationalen Treffen
in Schönstatt, erneut zu krönen um ihr besonderen Dank und Ehre zu erweisen.
Die Krone, ein Geschenk von Pater Kentenich, wanderte zur Vorbereitung durch
die ganze Welt. Doch plötzlich kam die Nachricht: Die Krone sei in einem Flugzeug
verlorgen gegangen. Gott führte die Mädchen auf eine andere Spur. Ein Schriftzug
ließ sie tiefer verstehen, was ihnen der Verlust der Krone sagen sollte: "Ihr seid
meine lebendige Krone!"

Für uns Mädchenjugend bedeutet das, dass wir selbst die Krone der Gottesmutter
verkörpern müssen. Also Auftrag heute: Lebendige Krone sein!
Doch was bedeutet das konkret? Hier ein paar Impulse:

Lebendige Krone sein heißt

... kleine Maria, ja marian like sein.

... eine strahlende Persönlichkeit zu sein:
stark, authentisch, überzeugt, froh und treu.

... ansteckend in der Glaubensfrage und Schönstattbegeisterung.

... sich nach dem Großen ausstrecken und nicht mit dem Mittelmäßigen zufrieden sein.

"Krone auf und tanz!". So lautete die Jahresparole der MJF im Jahr 2018. Dahinter
steckt die Botschaft, nach dem Hinfallen, aufzustehen, sich die Krone wieder aufzusetzen
und somit mit Leichtigkeit durchs Leben zu tanzen! Zum Abschluss noch ein Zitat aus dem
dazugehörigen Jahresparolenlied: "Der König, er liebt dich, setz die Krone auf und tanz!"


November 2020: Geistlicher Impuls
zur Krönungserneuerung unserer MTA

von Präses Alfred Rottler

Nächstes Jahr am 1. Mai werden es 50 Jahre sein, dass die Schönstattfamilie
des Bistums Eichstätt zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der bayerischen
Schönstattfamilien die MTA im Parallele Heiligtum zur Patrona Bavariae gekrönt hat.
Unsere Schönstattfamilie will diese Krönung von 1971 erneuern und möchte sich
darauf vorbereiten. Deswegen wird beim monatlich erscheinenden Newsletter jeweils
ein Impuls zum Thema Krönung sein. So sind wir auf einen Weg der Vorbereitung zur
Krönungserneuerung am 1. Mai 2021 eingeladen.

Ich habe für meinen Impuls als Bild die Deutsche Reichskrone ausgewählt.
Diese Krone zeichnet sich durch eine kostbare Ausführung und reiche Verzierung mit
Edelsteinen aus. Oben an der Wölbung ist ein kunstvoll gestaltetes Kreuz angebracht.
Wer so eine kostbare Krone trägt, muss ein besonderes Amt und eine herausragende
Stellung innehaben. Die Krone ist Ausdruck dieser führenden Stellung und Amtsgewalt
dessen, der sie trägt, eben des Kaisers.

Wenn wir der Gottesmutter die Krone neu übergeben, dann bringen wir zum Ausdruck,
dass wir sie als Königin unseres Landes, unserer Bewegung, unserer Gemeinschaften
und unserer Herzen anerkennen. In der Krönung bekunden wir, dass die Gottesmutter
eine einzigartige und herausragende Stellung im Heilsplan hat. Krönung ist sodann ein
Akt des Vertrauens. Wir vertrauen der Gottesmutter unser Land, unsere Schönstatt-
familie und uns selber an. Pater Kentenich sagte gerne: "Krönung ist eine besondere Form
des Liebesbündnisses." Krönung besagt schließlich auch, dass wir der Gottesmutter den
Einfluss (die Vollmacht) über unser Land, unsere Bewegung, über unser Leben einräumen.
Angesichts der Erfahrung unserer Ohnmacht und Schwäche bitten wir die himmlische
Herrin das Heft in die Hand zu nehmen in dem Vertrauen, dass sie vollkommene Sorge
tragen wird. Und wir wirken als Werkzeuge mit. Und dazu gehört, dass wir uns auf die
Krönung vorbereiten. Jede und jeder mag selbst überlegen, welche Zeichen der Liebe
(Opfer zum Gnadenkapital) er als Beitrag für die Krönungsvorbereitung bringt.
Ich wünsche uns eine gute und fruchtbare Vorbereitung auf die Krönung im nächsten Jahr.

Präses Alfred Rottler