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  Barbara Ferstl - ein Leben für den Canisiushof 

1999 war ein großer Umbruch am Canisiushof. Der Trägerverein, der Parallele e.V., stand ohne Vorstand da und niemand wusste so recht, wie es weitergehen sollte.

In dieser Situation hatten wir das große Glück, dass Frau Barbara Ferstl, die jahrelang den Sozialdienst katholischer Frauen geleitet hatte, bereit war, den Vorsitz zu übernehmen und mit ihrer großen Erfahrung und überaus großem Geschick dem Parallele e.V. zu helfen. 
  
So wurde sie im Frühjahr 1999 zur Vorsitzenden gewählt und dann 2003 und 2006 jeweils mit einem klaren und eindeutige Votum wiedergewählt – ein Zeichen für das gewaltige Vertrauen, das sie sich erworben hatte.
      
Zur Arbeit ein paar Streiflichter: Große Kontinuität gab es bei den Mitgliedern im Vorstand, ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit und für die stets wohlwollende und sehr wohltuende Atmosphäre.
   
Frau Ferstl  hat diese Atmosphäre geprägt durch eine intensive Gesprächskultur, durch wohlbedachte Aufmerksamkeiten, besonders aber durch regelmäßige Telefonate, wenn man den Hörer abnahm und es immer wieder hieß: „Grüß Gott, hier ist die Frau Ferstl.“
  
So sind viele verschiedene Teams entstanden, die, auf behutsame und fürsorgliche Art von Frau Ferstl begleitet und gefördert, den Canisiushof ein Jahrzehnt lang gestaltet haben.  
  
Der Alltag in der Vorstandsarbeit war geprägt von Höhen und Tiefen, von mühseligen und schönen Arbeiten: Zum Aussuchen der neuen Stühle fuhr sie nach München, der Einkauf und die Verträge für das Personal waren neu zu regeln, Beamer und Kaffeeautomaten mussten angeschafft werden. Ein großes Anliegen war die Werbung für den Canisiushof, so entstand auch der Hausprospekt.  

Die Kanalsanierung und der Bunkerausbau zehrten an den Nerven, wegen der Finanzierung und der Zuschussanträge fuhr Frau Ferstl oft zu Sitzungen nach Eichstätt und diskutierte mit Domkapitularen, um ihnen klar zu machen, dass das Geld am Hof gut angelegt ist.
  

Sie nahm sich Zeit für viele Ansprachen, für Besuche bei den Leuten zu Hause, für Besuche im Krankenhaus, auch Zeit für Diplomatie, wenn es im Kleinen wieder mal knirschte. Neben der Verwaltungsarbeit lag ihr aber auch die Theologie und die Spiritualität am Herzen, so auch 2003, als sie dem Diözesanfamilienrat und dem Dekanatsrat Dampf machte, als sie befürchten musste, dass das P. Rem-Gedenkjahr verschlafen wird.

So übergab Frau Ferstl 2009 einen wohlgeordneten Verein, den sie 10 Jahre lang mit Geduld, Liebe, Hartnäckigkeit und Herzensgüte souverän geführt hatte. Und nach 10 Jahren konnten alle dankbar, voll Freude und mit Recht feststellen: „Es war eine wunderbare Zeit!“
 
Nach langer und schwerer Krankheit ist Frau Ferstl am Mittwoch, 22.06.2011, verstorben.
 
Das Requiem findet statt am Montag um 13.30 Uhr im Ingolstädter Münster, die Beerdigung ist um 14.30 Uhr im Westfriedhof.
 
Die Schönstatt-Familie der Diözese Eichstätt sagt von Herzen Dankeschön für alles, was Frau Ferstl für die Gottesmutter, den Canisiushof und für uns alle persönlich getan hat.

Liebe Frau Ferstl, Sie waren ein Glücksfall für die Schönstattfamilie und für den Canisiushof!
 
"Es bleibt dabei, wir bleiben treu!"

Claus Schredl